Mit Papieren oder ohne...
und wie kommt der Preis zustande?
![]()
Sicher haben Sie sich schon oft gefragt, wozu brauch ich Papiere, wenn ich nicht züchten oder ausstellen möchte.
An erster Stelle soll für Sie stehen, dem Elend der "Hundemassenproduktion" durch Händler ein Ende
zu setzen !
(Siehe "Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund ")
Der Verein soll hier mal keine Rolle spielen, denn sicher finden sich in dem einen oder anderen Verein
ein paar "schwarze Schafe", die dem Tierschutz nicht Rechnung tragen. Das zeigen die letzten
Vorkommnisse aus Berlin.
Fakt ist, daß jeder Züchter einem Verein angehören muß, in dem es strenge Richtlinien für die Zucht gibt.
Jeder Hund, der zur Zucht zugelassen wird, muß den Anforderungen des Rassestandards entspechen und
gesundheitliche Auflagen erfüllen.
Das heißt, er wird mehrfach von strengen Augen verschiedener, anerkannter Richter geprüft .
Auch muß er einige "Pflichtuntersuchungen" beim Tierarzt über sich ergehen lassen, denn nur gesunde
Hunde werden zur Zucht zugelassen.
Alle Ergebnisse werden vom Verein nochmals überprüft.
Ist alles in Ordnung, darf der Hund zur Zuchttauglichkeitsprüfung angemeldet werden.
In unserem Verein nimmt sie der "Chef" persönlich ab. Wenn dann auch der "Chef"
zufrieden ist, erhält der Hund das Prädikat "Zuchttauglich ".
Erst jetzt darf man über den ersehnten Nachwuchs nachdenken. Es wird mit Sorgfalt ein Rüde gewählt,
der die gleichen Anforderungen erfüllen muß.
Ist der Deckakt erfolgt, muß er beim Verein gemeldet werden.
Jetzt heißt es gut für die werdende Mutter sorgen. Regelmäßige Kontrollen und Prophylaxen beim Tierarzt
stehen an.
Wenn die Welpen das Licht der Welt erblicken, werden sie vom Tierarzt bis zur Abgabe regelmäßig gründlich
untersucht, entwurmt und geimpft.
Hier kontrolliert auch der Zuchtwart sorgsam die Aufzuchtbedingungen der Welpen und ihre Entwicklung.
Er kennzeichnet sie mit einem Chip und leitet die Eintragungen in das Zuchtbuch in die Wege.
Sind die Welpen gesund und "Fehlerfrei", erhalten sie eine Ahnentafel, die über ihre Vorfahren, deren
Gesundheitszeugnisse, Prüfungen und Show-Erfolge Auskunft gibt.
Jeder Züchter verfügt über ein Zuchtbuch, daß sorgfältig geführt werden muß .
Hier sollten alle Gesundheitszeugnisse der Eltern und jede Belegung der Hündinnen zu finden sein.
Wurfabnahmeprotokolle, in denen ersichtlich ist wie hoch die Welpensterblichkeit
der Würfe ist, und gegebenfalls Mängel bei der Aufzucht.
Ist es in Ordnung, wird der Züchter gern bereit sein, die Welpenkäufer Einsicht nehmen zu lassen.
Kaufen Sie niemals einen Welpen aus Mitleid !
Damit unterstützen Sie unbewußt erbärmliche Haltungs-und Aufzuchtbedingen ! Auf jeden so verkauften
Welpen folgen weitere .
Das Elend der Mutterhündinnen und Welpen nimmt kein Ende !
Verlassen Sie sich nicht auf schöne Worte und süße Welpen, lassen Sie sich das Zuchtbuch, den ganzen Wurf, die Mutterhündin und die Aufzuchtbedingungen zeigen !
Wird dieses Ihnen vom Züchter verweigert, verabschieden Sie sich !
Spätesten hier werden Sie den Unterschied erkennen, der letztendlich auch den Preis ausmacht...
Viele Züchter ziehen ihre Zuchthündinnen selbst, von Geburt an, auf.
Ernähren sie gut, hegen und pflegen sie, legen Prüfungen ab, besuchen Ausstellungen und verbringen viele Stunden beim Tierarzt, um sich Gesundheitszeugnisse ausstellen zu lassen, investieren jeden Cent in sie. Pflegen sie bis ins hohe Alter, auch wenn sie längst keine Welpen mehr bekommen.
Und alle die ich kenne tun es gern, sie leben für ihre Hunde!
Allerdings sind hier keine Dumpingpreise wie bei einer "wilden Verpaarung", die keinerlei Auflagen zu erfüllen
hat, möglich !
Doch bei aller Sorgfalt bei der Wahl des Züchters, vergessen Sie bitte eines nicht: Welpen sind keine Haushaltsgeräte für die eine 100% Garantie gegeben werden kann.
Trotz gewissenhafter Auswahl der Zuchttiere sind und bleiben es Lebewesen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei unserem Verein, unserer Zuchtwartin, sowie unserer Tierärztin für die
gute Zusammenarbeit bedanken !